Das Mittelrheintal - von der Natur- zur Kulturlandschaft
Wälder wurden schon immer durch Stürme,
Feuer oder Insektenfraß aufgelichtet. Auf den offenen Flächen
wuchsen bald lichthungrige Gräser und Kräuter. Große
Weidetiere wie Wisent, Auerochse und Wildpferd grasten auf den
Wiesen und konnten sie über eine längere Zeit von einer
Wiederbewaldung freihalten. Es entstand eine vielfältige
und artenreiche Landschaft - ein Mosaik von Wiesen, Gebüschen
und kleineren Wäldern.
Dann siedelten sich Menschen an. Sie jagten nach
Wild, ernteten Brennholz, legten Äcker an und nutzten die
Wälder und Wiesen für ihr Vieh. In den warmen steilen
Hängen pflanzten sie Reben und Obst. So blieb die Struktur
dieser ursprünglichen Landschaft erhalten. Mit zunehmender
Besiedelung verdrängten sie im Laufe der Zeit die großen
Weidetiere. Andererseits fanden zahlreiche Pflanzen und Tiere
in der nun durch den Menschen geprägten Kulturlandschaft
geeignete Lebensräume. |